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Geschrieben von Seb´l am Montag, 20. April 2009
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Hier der letzte Pressetext zum LSYA-Ende.
ALLERWERTESTE LESERINNEN & LESER!!!
ERLAUCHTES PUBLIKUM DER »LYSA« & LIEBE GEMEINDE!
LYSA IST GESCHICHTE!!!
WILLKOMMEN ZU EINER KURZEN ANDACHT oder ZUM VORLÄUFIGEN ABSCHIED EINER IDEE
Es sei uns hier in gebotener Kürze gestattet, in Form und
Funktion
des klassischen Nachrufs, mit einigen wenigen Antworten auf nie
gestellte Fragen, die Sinne der lieben Verbliebenen ein wenig zu
erhellen.
Aus Gründen der Pietät erlaubten wir uns in
einzelnen Passagen des Textes Worte mit vulgären Inhalten wie »sche***«und »verar***« zu schwärzen. Danke für das Verständnis!
Vor nun nahezu 3 Jahren öffneten wir erstmals - einem
seinerzeit doch noch recht interessierten Publikum - unsere Türen, in
der Absicht der etwas mageren Clublandschaft des Landkreises und
Umgebung einen neuen Akzent zu verleihen.
Dank
steter Unterstützungen und einigen Improvisationstalents vieler
sympathisierender Mitaktion-istInnen gelang es uns diese Idee mit
bescheidenen Mitteln immer weiter auszubauen und ständig
weiterzuentwickeln.
Die BasisIdee beschreibt sich im Eigentlichen in dem Ziel einer
weitgehenden Berücksichtigung existenzieller menschlicher
Urbedürfnisse,
wie bspw. das nach freier Bewegung und geistiger Entfaltung - zum
trotze aller erlernten Konformität und kulturbedingter
Konsumorientierung.
In dem Zusammenhang galt es Platz und ZwischenRaum zu schaffen, welcher durch seine Ein-bindung in einen
geschützten
Rahmen, zur Begegnung der eigenen Individualität mit dem kollektiven
Sein auffordert und somit Toleranz fördert oder zumindest
zwischenmenschliche Abgrenzungen einer neuerlichen, weil eigenen
Bewertung unterzieht.
In den Kontext dieser sehr
wesentlichen konzeptionellen Details haben wir bspw. auch unsere
Bemühungen um öffentliche Förderungen von Angeboten verstärkter
Jugendarbeit gestellt, deren Kernpunkte nicht zufällig auch
Drogenprävention umfassten. So’n Sche*** eh‘ Uncool .. oder?
Unserer
Beobachtung zur Folge wurde unser unkonventioneller (man darf wohl
sagen) Ideenreich-tum von den wohl eher kommerzgewohnten VertreterInnen
unseres Publikums
möglicherweise als irgendetwas Beklemmendes
empfunden – das Event »Party« wurde zum bloßen »rumpeilen und saufen
o.ä.« oder »gesehen werden und ablästern« degradiert.
Irgendwie auch klar, dass sich Jene dann auch vom Anspruch der LiveActs überansprucht fühlten..
Es
ist wohl verständlich, dass innerhalb einer medialen Welt, in der die
Wertigkeit eines Produkts abhängiger von seiner ansprechenden
Verpackung als von der Qualität seines Inhaltes ist, bei einer
Partylokation ähnliche Regeln gelten.
Nun gut -
»König Gast« sehnt sich nach etwas schlichterer Unterhaltung - aber
dafür im Hochglanzformat. Wie’s beliebt ..! Nur unterließen wir eine
ernsthafte Abwägung uns dieser moralischen Abnutzung auszusetzen, für
gefälligere Oberflächen zu sorgen und dafür den programmatischen
Anspruch dem freien Fall zu überlassen.
Wohl
auch Verständlich, dass Dj’s eher dem Ruf des Geldes folgen und sich
abwerben lassen, als sich dem scheinbar unnützen Glauben hinzugeben,
das noch Werte neben Währungen existieren. (Grüße an M*** Forjee Dj!)
Jede
Perspektive zeichnet ihr eigenes Bild, jeder Blickwinkel birgt seine
subjektive Wahrheit, aber wir hätten wohl blind sein müssen um nicht
sehen zu können wie lang wir uns dieser Abstumpfung hätten erwehren
können und »Lysa« zu einer absurden »geistlosen Hülle vergangener
Ideen« mutiert wäre – zumal, wir irgendwann den finanziellen Rahmen
ausgeschöpft hatten.
Ihr, die uns ablehnten - lasst euch ruhig woanders abzocken, vera*** und mit abgedroschener Kommerzmucke abspeisen ...
Außerordentlich
erfreut waren wir übrigens davon, dass sich ausgerechnet jene
hermsDorfer Zeitgenossen, welche sich als unsere Konkurrenz sahen und
unsere Lokation so sche*** fanden, als unsere Nachfolger bewarben.
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NUN, wir erlauben uns - uns nun abzumelden!
Im Namen der ganzen »Lysa-Familie« sagen wir an dieser Stelle Dank:
Allen Visionären für ihre Pionierarbeit,
Allen Dj..s und Vij..s für ihr künstlerisches nowhow,
Allen langjährigen Freunden, für die gemeinsamen Stunden in denen wir uns abgeschuftet haben,
Allen neu Hinzugestoßenen für ihr Interesse,
Allen Geschäftspartnern & Sponsoren für ihr Engagement,
Allen Querulanten und sonstigen Quälgeistern für ihre Zeit,
Allen Verwandten und Bekannten die uns dabei geholfen und unterstützten,
vielen, vielen Dank & bleibt dran!
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Die Vision bleibt - die Ideen wachsen weiter ...
Auf eine Zeit - in der es noch mehr gibt - wie wir.
Und wir werden neue FreiRäume erschaffen!
Übrigens war‘s das .. Schicht .. Abmarsch .. Feierabend .. Vorhang fällt .. Licht geht aus ..alle bleiben zuhaus ...
Schlussendlich ... Bis dahin, bis gleich ...
hej då &Amen!
Die Lysa
Eineborn, den 03.04.2009
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